Bazlama: Türkisches Brot ohne Ofen – einfach perfekt
Fluffig und goldbraun, mit einer leicht cremigen Krume und einem dezenten nussigen Aroma – dieses türkische Fladenbrot beweist eindrucksvoll, dass man für authentischen Genuss keinen Ofen benötigt. Die weichen Teiglinge werden einfach in der Pfanne auf dem Herd gebacken, bis sie sanft aufgehen und verführerische Röstaromen entwickeln.
Diese herzhafte Brotspezialität ist nicht nur unglaublich einfach zuzubereiten, sondern auch vielseitig einsetzbar. Warm, weich und leicht buttrig schmeckt sie fantastisch zu Joghurt, würzigem Käse oder einem frischen Salat und dient zudem als hervorragende Basis für kleine Sandwiches. Erleben Sie türkische Backkunst ganz ohne Ofen!
Warum du dieses Rezept lieben wirst
- Einfache Zubereitung: In nur etwa 30 Minuten zaubern Sie aus frischen Zutaten herzhafte, goldbraune Fladenbrote, die jeden Tisch bereichern.
- Ofenfrei & Schnell: Dieses Rezept verzichtet gänzlich auf den Backofen und nutzt stattdessen die schnelle und effektive Methode des Pfannenbackens für ein schnelles Ergebnis.
- Vielseitig Genießbar: Ob als Beilage zu herzhaften Gerichten, als Basis für Sandwiches oder einfach pur – die türkischen Fladenbrote sind ein wahrer Allrounder.
- Haltbarkeit & Lagerung: Luftdicht verpackt bleiben die Fladenbrote mehrere Tage frisch und lassen sich zudem problemlos einfrieren und portionsweise auftauen.
- Fein Abgestimmte Textur: Durch kurzes Kneten, eine moderate Ruhezeit und die leichte Fettung mit Olivenöl entsteht eine offene Porung und eine wunderbar saftige Krume.
Zutaten, die du brauchst
Die Auswahl der richtigen Zutaten ist entscheidend für die perfekte Textur und den authentischen Geschmack dieses türkischen Pfannenbrotes. Jede Komponente spielt eine wichtige Rolle dabei, wie sich die Krume entwickelt, wie die Kruste bräunt und wie der Teig aufgeht.
Auch wenn die Zutatenliste überschaubar ist, können kleine Qualitätsunterschiede, insbesondere bei Mehl und Hefe, einen spürbaren Unterschied im Endergebnis bewirken. Achten Sie daher auf frische und hochwertige Produkte, um das beste Geschmackserlebnis zu erzielen.

- Weizenmehl Typ 550: Dieses Mehl liefert das nötige Gluten für Elastizität und sorgt für eine offene, weiche Krume, die sich perfekt zum Dippen eignet.
- lauwarmes Wasser: Die ideale Temperatur (ca. 30-38 °C) aktiviert die Hefe optimal, ohne sie zu schädigen, und bildet die Basis für den Teig.
- Trockenhefe oder frische Hefe: Als Triebmittel sorgt die Hefe für das charakteristische Aufgehen und die luftige Konsistenz des Brotes.
- Zucker: Eine kleine Menge Zucker dient als schnelle Energiequelle für die Hefe und unterstützt die goldbraune Färbung beim Backen.
- Salz: Essentiell für den Geschmack, stärkt Salz auch das Glutengerüst und reguliert die Aktivität der Hefe.
- Olivenöl (optional): Verleiht der Krume Geschmeidigkeit, verlängert die Frischhaltung und fügt ein mildes, mediterranes Aroma hinzu.
- Zusätzliches Mehl: Wird nur in kleinen Mengen zum Bearbeiten und Formen des Teigs benötigt, um ein Anhaften zu verhindern.
- Schwarzkümmel oder Sesam (optional): Diese Samen verleihen dem Brot eine zusätzliche aromatische Note und eine ansprechende Optik.
Die genauen Mengen finden Sie in der ausführlichen Rezeptkarte am Ende dieses Artikels.
Variationen
Die Einfachheit dieses Rezepts macht es zu einer idealen Leinwand für kreative Anpassungen. Ob Sie spezielle Ernährungsbedürfnisse haben oder einfach nur neue Geschmackswelten erkunden möchten, die Möglichkeiten sind nahezu endlos.
Für eine vegane Variante können Sie ganz einfach auf tierische Produkte verzichten und die angegebenen optionalen Zutaten wie Olivenöl beibehalten, während Sie auf Milchprodukte in der Krume verzichten. Dies beeinflusst die Grundstruktur des Teiges kaum und ermöglicht dennoch köstliche Ergebnisse.
Eine Low-Carb-Option erfordert einen etwas größeren Umbau, ist aber durchaus machbar, indem man einen Teil des Weizenmehls durch alternative Low-Carb-Mehle wie Mandel- oder Kokosmehl ersetzt. Dies verändert die Wasseraufnahme und Knetzeit, sodass Sie hier möglicherweise etwas experimentieren müssen, um die perfekte Konsistenz zu erreichen.
Eine weitere spannende Idee ist die Integration von Kräutern und Gewürzen direkt in den Teig. Frische Kräuter wie Petersilie oder Koriander, oder Gewürze wie Kreuzkümmel und Paprikapulver, können dem Brot eine ganz neue Dimension verleihen und es perfekt auf verschiedene Gerichte abstimmen.
Das Hinzufügen von geriebenem Käse, wie zum Beispiel Feta oder Mozzarella, zum Teig vor dem Formen sorgt für eine köstliche Käsekruste und eine unwiderstehliche Geschmackskomponente. Dies eignet sich besonders gut, wenn das Brot als herzhafte Vorspeise serviert werden soll.
Auch die Verwendung verschiedener Mehlsorten, wie zum Beispiel ein Teil Dinkel- oder Vollkornmehl, kann das Aroma und die Textur des türkischen Pfannenbrotes auf subtile Weise verändern. Dies ist eine einfache Möglichkeit, mehr Ballaststoffe und Nährstoffe hinzuzufügen, während der Grundcharakter des Rezepts erhalten bleibt.
Wie man Türkisches Brot ohne Ofen zubereitet
Schritt 1: Hefe aktivieren und die Basis schaffen
Beginnen Sie damit, die Hefe zu aktivieren, indem Sie 7 Gramm Trockenhefe oder 20 Gramm frische Hefe mit einem Teelöffel Zucker in 300 Millilitern lauwarmem Wasser (ungefähr 30 bis 38 Grad Celsius) vermischen. Lassen Sie diese Mischung für etwa fünf bis zehn Minuten stehen, bis sie sichtbar schäumt und einen aromatischen Duft verströmt. Dies zeigt, dass die Hefe lebendig und bereit ist, ihren Dienst zu tun.
Während die Hefe ihre Arbeit aufnimmt, können Sie bereits die trockenen Zutaten vorbereiten. In einer großen Schüssel vermengen Sie 500 Gramm Weizenmehl des Typs 550 mit einem Teelöffel Salz. Das Salz hilft nicht nur beim Geschmack, sondern reguliert auch die Aktivität der Hefe und stärkt das Glutengerüst des Teiges.
Wenn die Hefemischung gut geschäumt hat, gießen Sie sie zusammen mit optional zwei Esslöffeln Olivenöl in die Mitte der Mehlmischung. Nun rühren Sie alles mit einem Löffel oder den Händen grob durch, bis sich die Zutaten gerade so verbunden haben und ein rustikaler Teig entsteht. Zu diesem Zeitpunkt ist eine leichte Klebrigkeit noch normal und erwünscht, da dies auf eine gute Hydration hinweist.
Schritt 2: Den Teig kneten und entwickeln lassen
Nun ist es Zeit, dem Teig die richtige Konsistenz zu verleihen. Geben Sie den grob vermischten Teig auf eine leicht bemehlte Arbeitsfläche. Kneten Sie ihn dann für etwa sechs bis acht Minuten kräftig durch. Ziel ist es, einen glatten, elastischen und nur noch leicht klebrigen Teig zu erhalten, der sich beim Ziehen geschmeidig ausdehnen lässt, ohne sofort zu reißen.
Während des Knetens entwickeln sich die Glutenstränge im Mehl, die dem Brot seine Struktur und Fähigkeit zum Aufgehen verleihen. Achten Sie darauf, nicht zu viel zusätzliches Mehl zu verwenden, da dies den Teig austrocknen und das Ergebnis weniger saftig machen könnte. Die Knetbewegung sollte dynamisch sein, um die Elastizität optimal zu fördern.
Nach dem intensiven Kneten formen Sie den Teig zu einer Kugel. Geben Sie ihn in eine leicht geölte Schüssel und drehen Sie ihn einmal, damit die Oberfläche ebenfalls leicht mit Öl benetzt ist. Dies verhindert ein Austrocknen während der Ruhezeit.
Schritt 3: Geduld ist eine Tugend – Der Teig ruht
Decken Sie die Schüssel mit einem sauberen Küchentuch oder Frischhaltefolie ab, um die Feuchtigkeit im Teig zu halten. Stellen Sie die Schüssel an einen warmen, zugluftfreien Ort. Die Ruhezeit sollte etwa 30 bis 45 Minuten betragen, oder bis sich das Teigvolumen deutlich vergrößert hat und der Teig weich und luftig geworden ist. Bei kühleren Temperaturen kann diese Zeit auch etwas länger dauern.
Es ist wichtig zu verstehen, dass dieser Teig nicht wie ein klassisches Hefegebäck extrem stark aufgehen muss. Eine moderate Volumenzunahme ist ausreichend, um die gewünschte lockere Krume zu erzielen. Die Hefe arbeitet im Hintergrund und produziert Gase, die die Teigstruktur aufbrechen.
Während der Teig ruht, können Sie bereits die Pfanne vorbereiten und sich auf den nächsten Schritt freuen. Die Zeit der Ruhe ist entscheidend für die Aromenentwicklung und die Textur des fertigen Brotes, also nehmen Sie sich diese Phase bewusst.
Schritt 4: Fladen formen und für das Braten vorbereiten
Sobald der Teig ausreichend geruht hat, nehmen Sie ihn aus der Schüssel und legen Sie ihn erneut kurz auf die leicht bemehlte Arbeitsfläche. Teilen Sie den Teig in acht bis zehn gleich große Stücke. Die Größe der Stücke bestimmt die Dicke und Größe der fertigen Fladenbrote.
Formen Sie jedes Teigstück zu einer glatten Kugel. Drücken Sie diese Kugeln dann vorsichtig zu runden Fladen mit einer Dicke von etwa einem Zentimeter. Verwenden Sie dabei wieder nur sehr sparsam zusätzliches Mehl, um ein Anhaften zu verhindern. Ziel ist es, die Feuchtigkeit im Teig zu bewahren, damit die Krume später saftig bleibt.
Wenn Sie möchten, können Sie die Oberfläche der geformten Fladen mit etwas Olivenöl bestreichen und dann optional mit Schwarzkümmel oder Sesam bestreuen. Diese Samen verleihen nicht nur ein tolles Aroma, sondern auch eine ansprechende Optik und zusätzliche Textur.
Lassen Sie die geformten Fladen nochmals für etwa 5-10 Minuten ruhen, während Sie die Pfanne erhitzen. Dies gibt ihnen eine letzte kleine Lockerung vor dem Braten.
Schritt 5: Das goldbraune Geheimnis – In der Pfanne braten
Erhitzen Sie eine schwere Pfanne, idealerweise eine Gusseisenpfanne oder eine gute Antihaftpfanne, auf mittlere bis mittelhohe Hitze. Die Pfanne sollte gut heiß sein, damit die Fladen sofort zu braten beginnen.
Legen Sie nun ein bis zwei Fladen in die heiße Pfanne, je nach Größe der Pfanne. Braten Sie sie für etwa zwei bis drei Minuten pro Seite. Sie werden sehen, wie sich Blasen bilden und die Unterseite beginnt, goldbraun zu werden. Es ist wichtig, die Hitze im Auge zu behalten, damit die Fladen nicht zu schnell dunkel werden und innen noch roh bleiben.
Wenn die Fladen nicht von selbst gut aufblähen, können Sie die Pfanne kurz abdecken. Der entstehende Dampf hilft, die Fladen von innen aufzublähen und macht sie besonders fluffig. Wenden Sie die Fladen mit einem Pfannenwender, sobald die erste Seite gut gebräunt ist, und braten Sie die andere Seite ebenfalls für zwei bis drei Minuten.
Das Ergebnis sollten goldbraune, leicht aufgeblähte Fladen sein, die innen weich und saftig sind. Wiederholen Sie diesen Vorgang, bis alle Fladen gebacken sind. Achten Sie darauf, die Hitze bei Bedarf anzupassen, um ein gleichmäßiges Bratergebnis zu erzielen.
Schritt 6: Warmhalten und Genießen
Sobald die Fladen fertig gebacken sind, legen Sie sie sofort auf einen Teller und decken Sie sie mit einem sauberen Küchentuch ab. Das Tuch hält die Feuchtigkeit im Brot und sorgt dafür, dass die Fladen warm und weich bleiben, bis sie serviert werden. Das Stapeln der Fladen hilft ebenfalls, die Wärme zu speichern.
Optional können Sie die frisch gebackenen Fladen noch mit etwas Olivenöl bestreichen, um ihnen zusätzlichen Glanz und Aroma zu verleihen. Dies ist besonders gut, wenn Sie keine Samen wie Schwarzkümmel oder Sesam verwendet haben.
Servieren Sie die türkischen Fladenbrote warm. Sie sind in diesem Zustand am zartesten und geschmackvollsten. Die Zubereitung ist schnell genug, dass Sie sie frisch für jede Mahlzeit backen können, aber sie eignen sich auch hervorragend zum Aufbewahren oder Einfrieren.
Die restlichen Fladen können luftdicht verpackt für ein bis drei Tage aufbewahrt oder für eine längere Lagerung eingefroren werden. Die Zubereitung ist so einfach, dass die ganze Familie oder Freunde schnell und unkompliziert mit frischem Brot versorgt werden können.
Profi-Tipps für Türkisches Brot ohne Ofen
Richtige Wassertemperatur: Achten Sie unbedingt darauf, dass das Wasser für die Hefe lauwarm ist (ca. 30-38 °C). Zu heißes Wasser tötet die Hefezellen ab, zu kaltes verlangsamt die Gärung erheblich. Ein einfacher Finger- oder Thermometertest gibt Aufschluss.
Mehlfeuchtigkeit berücksichtigen: Die exakte Menge an Wasser kann je nach Luftfeuchtigkeit und Mehltyp variieren. Der Teig sollte weich und leicht klebrig sein, aber nicht nass. Bei Bedarf lieber etwas mehr Wasser langsam hinzufügen als zu viel auf einmal.
Sanftes Kneten: Kneten Sie den Teig nur so lange, bis er elastisch ist. Übermäßiges Kneten kann zu einem zähen Brot führen. Der Fenstertest, bei dem sich der Teig dünn ausdehnen lässt, ohne zu reißen, ist ein guter Indikator.
Pfannenhitze kontrollieren: Eine gut vorgeheizte Pfanne ist wichtig, aber zu hohe Hitze verbrennt die Fladen außen, bevor sie innen gar sind. Wenn die Oberfläche zu schnell bräunt, reduzieren Sie die Hitze leicht und verlängern die Garzeit.
Frischhalten unter dem Tuch: Das Stapeln der fertigen Fladen und das Abdecken mit einem sauberen Küchentuch ist entscheidend, damit sie ihre weiche Konsistenz behalten und nicht austrocknen. Dies simuliert die Feuchtigkeit, die ein Ofen normalerweise abgibt.
Optionale Samen rösten: Für ein intensiveres Aroma können Sie Schwarzkümmel oder Sesam vor dem Bestreuen kurz in einer trockenen Pfanne anrösten. Dies verstärkt den nussigen und würzigen Geschmack und die Textur.
Serviervorschläge für Türkisches Brot ohne Ofen
Dekoration
Die Dekoration der warmen Fladen ist einfach, aber wirkungsvoll. Bestreichen Sie die noch warmen Oberflächen leicht mit etwas gutem Olivenöl, um ihnen Glanz zu verleihen und das Aroma zu intensivieren. Anschließend können Sie großzügig mit Schwarzkümmel oder geröstetem Sesam bestreuen. Dies sorgt nicht nur für eine ansprechende Optik, sondern auch für zusätzliche Geschmackskomponenten und eine interessante Textur. Eine Prise Meersalzflocken über dem Olivenöl kann ebenfalls einen wunderbaren Akzent setzen.
Beilagen
Dieses türkische Fladenbrot ist ein wahrer Allrounder und passt hervorragend zu einer Vielzahl von Beilagen. Hervorragend eignen sich cremige Joghurt-Dips wie Tzatziki, Labneh oder ein einfacher Kräuterquark. Auch würziger Feta-Käse oder eine pikante Muhammara (Paprika-Nuss-Creme) harmonieren wunderbar mit der milden Krume des Brotes. Säurebetonte Beilagen wie eingelegte Paprika, Zitronenspalten oder eine frische Tomaten-Ezme runden das Geschmackserlebnis ab und balancieren die leichte Buttrigkeit des Brotes aus.
Kreative Servierideen
Für eine optisch ansprechende Präsentation können Sie die warmen Fladenbrote auf einem rustikalen Teller anrichten und sie unter einem Leinen- oder Baumwolltuch warm halten. Eine besonders interessante Idee ist es, einige der Fladen leicht einzuschneiden oder zu halbieren. So wird die fluffige, cremige Krume sichtbar und das Brot lässt sich leichter füllen. Sie können die Fladen auch als Basis für kleine, offene Sandwiches verwenden und sie mit gegrilltem Halloumi, zarten Auberginenscheiben oder langsam gegartem Pulled Lamm belegen. Auch als Begleitung zu einer wärmenden Suppe oder einem frischen Salat machen sie eine ausgezeichnete Figur.
Vorbereitung & Aufbewahrung
Reste aufbewahren
Wenn von diesem köstlichen türkischen Fladenbrot etwas übrig bleibt, ist das kein Problem. Lassen Sie die Fladen vollständig abkühlen, bevor Sie sie aufbewahren. Dies verhindert, dass sich Kondenswasser bildet, welches das Brot matschig machen könnte. Verpacken Sie die abgekühlten Fladen dann luftdicht. Am besten eignen sich wiederverwendbare Kunststoffbehälter oder spezielle Brotbeutel. Im Kühlschrank aufbewahrt, bleiben die Fladen so für etwa drei bis vier Tage genießbar. Die Krume wird mit der Zeit etwas fester, aber das ist bei Brot nach der ersten Frische normal.
Einfrieren
Für eine längere Haltbarkeit eignen sich die Fladenbrote hervorragend zum Einfrieren. Wickeln Sie die vollständig abgekühlten Fladen einzeln gut in Frischhaltefolie ein. Dies schützt sie vor Gefrierbrand. Anschließend können Sie die einzeln verpackten Fladen in einen luftdichten Gefrierbeutel oder eine Gefrierdose geben. Eine doppelte Verpackung ist ratsam. So können Sie die Fladenbrote bis zu drei Monate im Gefrierschrank lagern und bei Bedarf portionsweise entnehmen. Es ist ratsam, Brot mit feuchten Belägen (wie Joghurt oder Käse) nicht direkt einzufrieren.
Aufwärmen
Das Aufwärmen der aufbewahrten oder eingefrorenen Fladen ist unkompliziert und bringt sie schnell wieder zu ihrer vollen Pracht zurück. Am schonendsten ist das Auftauen über Nacht im Kühlschrank oder für ein bis zwei Stunden bei Raumtemperatur. Zum Aufwärmen eignen sich verschiedene Methoden: Eine heiße, trockene Pfanne bei mittlerer Hitze ist ideal. Erhitzen Sie die Fladen dort für ein bis zwei Minuten pro Seite, bis sie wieder weich und warm sind. Das kurze Abdecken der Pfanne hilft, die Feuchtigkeit im Inneren zu halten. Alternativ können Sie die Fladen im Ofen bei etwa 160–180 °C für sechs bis zehn Minuten erwärmen. Um sie besonders weich zu halten, wickeln Sie sie mit einem kleinen Schuss Wasser ein, um Dampf zu erzeugen. Die Mikrowelle ist eine schnelle Option, kann die Textur aber leicht gummiartig machen; erwärmen Sie dort nur in kurzen Intervallen (15-20 Sekunden) und mit einem feuchten Tuch.
Häufig gestellte Fragen
- Kann ich für dieses Rezept frische Hefe anstelle von Trockenhefe verwenden? Ja, absolut! Wenn Sie frische Hefe bevorzugen oder zur Hand haben, können Sie 20 Gramm frische Hefe anstelle der 7 Gramm Trockenhefe verwenden. Achten Sie darauf, dass die frische Hefe ebenfalls in lauwarmem Wasser mit einer Prise Zucker aktiviert wird, bis sie schäumt. Das Verhältnis von frischer zu trockener Hefe liegt in der Regel bei etwa 3:1. Die Aktivierungszeit und das Ergebnis sollten sehr ähnlich sein, und viele Bäcker schwören auf den intensiveren Geschmack von frischer Hefe.
- Wie genau muss die Wassertemperatur beim Aktivieren der Hefe sein und wie prüfe ich diese? Die ideale Wassertemperatur für die Aktivierung von Hefe liegt zwischen 30 und 38 Grad Celsius. Dies ist die Temperatur, bei der die Hefezellen am besten arbeiten, ohne geschädigt zu werden oder zu träge zu sein. Sie können die Temperatur leicht prüfen, indem Sie Ihren Finger in das Wasser tauchen: Es sollte sich angenehm warm anfühlen, aber nicht heiß. Wenn Sie unsicher sind, ist ein Küchenthermometer die genaueste Methode. Zu heißes Wasser (über 45 °C) würde die Hefe abtöten, während zu kaltes Wasser die Gärung stark verlangsamt und das Ergebnis beeinträchtigt.
- Wie verhindere ich, dass der Teig beim Formen zu stark am Arbeitsplatz oder an den Händen klebt, ohne zu viel zusätzliches Mehl zu verwenden? Ein leicht klebriger Teig ist für die Saftigkeit des fertigen Brotes vorteilhaft, aber er muss formbar bleiben. Um zu viel Mehl zu vermeiden, können Sie Ihre Hände und die Arbeitsfläche leicht mit etwas Olivenöl oder einem neutralen Pflanzenöl einreiben, anstatt sie großzügig zu bemehlen. Das Öl macht die Oberfläche rutschiger und reduziert das Anhaften, ohne die Teigkonsistenz wesentlich zu verändern. Alternativ können Sie auch eine Teigkarte oder einen Spachtel verwenden, um den Teig von der Arbeitsfläche zu lösen. Wenn Sie doch etwas Mehl verwenden müssen, streuen Sie es sparsam und gleichmäßig auf.
Bazlama: Türkisches Brot ohne Ofen
Fluffig und goldbraun, mit einer leicht cremigen Krume und einem dezenten nussigen Aroma – Bazlama zeigt, dass echtes türkisches Brot keines Ofens bedarf: die flachen Teiglinge werden in der Pfanne auf dem Herd gebacken, bis sie sanft aufgehen und schöne Röstaromen entwickeln. Diese einfache, gemütliche Brotspezialität schmeckt warm, weich und leicht buttrig und passt wunderbar zu Joghurt, würzigem Käse oder einem frischen Salat (auch als Basis für kleine Sandwiches).
- Prep Time: 15 Minuten
- Cook Time: 30 Minuten
- Total Time: 45 Minuten
- Yield: 8 - 10 Fladen 1x
- Category: Brot
- Method: Pfanne
- Cuisine: Türkisch
- Diet: Vegetarisch
Ingredients
- 500 g Weizenmehl Typ 550
- 300 ml lauwarmes Wasser (ca. 30–38 °C)
- 7 g Trockenhefe (oder 20 g frische Hefe)
- 1 Teelöffel Zucker
- 1 Teelöffel Salz
- 2 Esslöffel Olivenöl (optional)
- Etwas zusätzliches Mehl (zum Bearbeiten)
- Optional: Schwarzkümmel oder Sesam
Instructions
- Hefe aktivieren: Vermengen Sie 7 g Trockenhefe (oder 20 g frische Hefe) mit 1 Teelöffel Zucker und 300 ml lauwarmem Wasser (ca. 30–38 °C) und lassen Sie die Mischung 5–10 Minuten stehen, bis sie schäumt und aromatisch riecht.
- Trockene Zutaten vermengen: Geben Sie 500 g Weizenmehl Typ 550 und 1 Teelöffel Salz in eine Schüssel, machen Sie eine Mulde und gießen Sie die aufgeschäumte Hefe sowie 2 Esslöffel Olivenöl (optional) dazu. Rühren Sie mit einem Löffel, bis ein grober Teig entsteht.
- Teig kneten: Kneten Sie den Teig auf einer leicht bemehlten Arbeitsfläche etwa 6–8 Minuten, bis er glatt, elastisch und leicht klebrig ist.
- Ruhen lassen: Legen Sie den Teig in eine leicht geölte Schüssel, decken Sie ihn ab und lassen Sie ihn an einem warmen Ort 30–45 Minuten gehen, bis er deutlich aufgegangen und weich geworden ist.
- Fladen formen: Teilen Sie den Teig in 8–10 gleich große Stücke, formen Sie Kugeln und drücken Sie diese zu runden Fladen von ca. 1 cm Stärke. Benutzen Sie zusätzliches Mehl nur sehr sparsam.
- In der Pfanne braten: Erhitzen Sie eine schwere Pfanne (gusseiserne oder antihaft) auf mittlere bis mittelhohe Hitze. Legen Sie die Fladen hinein und braten Sie sie 2–3 Minuten pro Seite, bis braune Röstaromen entstehen und der Fladen leicht aufbläht. Decken Sie die Pfanne kurz ab, wenn die Fladen nicht gut aufgehen.
- Warm halten und servieren: Stapeln Sie die fertigen Bazlama auf einem Teller, decken Sie sie mit einem sauberen Tuch ab, bestreichen Sie sie optional mit etwas Olivenöl und bestreuen Sie sie mit Schwarzkümmel oder Sesam. Warm serviert sind sie am besten.
Notes
Falls die Oberfläche beim Braten zu schnell dunkel wird, reduzieren Sie die Hitze leicht und verlängern die Garzeit, so bleiben die Fladen innen saftig und kommen außen goldbraun heraus. Verwenden Sie wirklich lauwarmes Wasser (30–38 °C) und geben Sie das Salz nicht direkt zur Hefe, sonst kann die Gärung gehemmt werden.
Nutrition
- Serving Size: 1 Fladen
- Calories: 0kcal
- Sugar: 0g
- Sodium: 0mg
- Fat: 0g
- Saturated Fat: 0g
- Carbohydrates: 0g
- Fiber: 0g
- Protein: 0g
- Cholesterol: 0mg
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